100. Geburtstag

100. Geburtstag

Das Ziel der Veranstaltungen anlässlich des 100. Geburtstages von Henry Brandt (1921-1998) besteht darin, einem breiten Publikum das filmische Werk dieser Leitfigur des Schweizer Films sowie seine bis heute weitgehend verkannte fotografische Tätigkeit zu vermitteln.

Zwischen den 1950er Jahren und den 1980er Jahren gelang es Henry Brandt, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen seiner Zeit zu erfassen: Bildung, Alterung der Bevölkerung, Umweltverschmutzung, Fremdenfeindlichkeit, Konsumgesellschaft, Kontrast zwischen armen und reichen Ländern. Themen, die bis heute eine erstaunliche Aktualität besitzen.

Eine groß angelegte Ausstellung im Museum für Kunst und Geschichte Neuenburg (14.11. - 29.05.2022), eine Retrospektive seiner restaurierten Filme im Schweizer Filmarchiv (17.11. - 31.12.2021), ein Nachschlagewerk, eine DVD-Sammlung und eine Veranstaltungsreihe in der gesamten Schweiz würdigen die Fülle seines Werkes.

Die Ausstellung mit dem Titel Mirages de l’objectif: Henry Brandt et l’invention des Nomades du soleil (Trugbilder des Objektivs: Henry Brandt und die Erfindung der Nomaden der Sonne), die im Mai im Park des Ethnographischen Museums Neuenburg ihre Tore geöffnet hat, bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe anlässlich dieses 100. Geburtstages.

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Veröffentlichung

Veröffentlichung

Erstmals offenbart eine Monografie die Fülle des vielgestaltigen Werkes von Henry Brandt, das zwischen den 1950er Jahren und den 1980er Jahren entstanden ist und Dokumentarfilme, Fotoreportagen, Bildbände und Fernsehsendungen umfasst. Das Buch zeichnet seinen Werdegang zwischen den verschiedenen Medien nach, erkundet seine Position zwischen Auftragsarbeit und Kritik an der zeitgenössischen Gesellschaft und befasst sich mit seinem unermüdlichen Anspruch, die Beschreibung der Heimat mit der Erforschung der Ferne, die Beobachtung der unmittelbaren Umgebung mit einer weltweiten Perspektive zu vereinen. Die reich illustrierte Veröffentlichung umfasst Studien von Historiker:innen des Films, der Fotografie und der Ethnographie.

Pierre-Emmanuel Jaques und Olivier Lugon (Hrsg.), Henry Brandt, cinéaste et photographe, Zürich: Scheidegger & Spiess, 2021, 350 S.
Mit Beiträgen von Christophe Brandt, Faye Corthésy, Roland Cosandey, Caroline Fournier und Nicolas Ricordel, Pierre-Emmanuel Jaques, Aude Joseph, Olivier Lugon, Chantal Lafontant Vallotton, Frédéric Maire, Grégoire Mayor, et al. Preis: 49 CHF

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DVD

DVD

Diese DVD-Sammlung, die anlässlich des 100. Geburtstages des Filmemachers und Fotografen Henry Brandt (1921-1998) herausgegeben wurde, enthält nicht weniger als 16 Filme, Reportagen und Ausschnitte aus Fernsehsendungen, die vom Schweizer Filmarchiv, von RTS und dem DAV digitalisiert und restauriert wurden. Sie bietet Gelegenheit zur (Wieder)Entdeckung der Werke einer Leitfigur des Schweizer Films, die zugleich von ausführlichen Reisen bis ans Ende der Welt und von einer tiefen Verwurzelung in der schweizerischen Heimat geprägt sind.

Henry Brandt, Filmemacher und Fotograf, eine Sammlung aus 4 DVDs mit einem 32-seitigen Begleitheft, herausgegeben vom Schweizer Filmarchiv und dem Museum für Kunst und Geschichte Neuenburg (MahN). Texte : Section d’histoire et esthétique du cinéma de l’Université de Lausanne.

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Das im Jahr 2018 aufgenommene Projekt Henry Brandt orientierte sich an einem interdisziplinären Ansatz, der auf einer Partnerschaft zwischen dem Museum für Kunst und Geschichte Neuenburg (MahN), dem Schweizer Filmarchiv, dem Teilbereich Geschichte und Ästhetik des Filmtheaters der Universität Lausanne, der Audiovisuellen Abteilung der Stadtbibliothek La Chaux-de-Fonds und dem Ethnographischen Museum Neuenburg beruht. Außerdem profitierte das Projekt von der wertvollen Mitarbeit der beiden Söhne von Henry Brandt, Christophe und Jérôme.

Das Kommissariat der Ausstellung im MahN und die Herausgabe der Monografie, die sie begleitet, übernehmen die Professoren Olivier Lugon und Pierre-Emmanuel Jaques mit der Unterstützung ihrer Studierenden, insbesondere Gabrielle Duboux und Loïc Salomé. Die Restaurierung, Konservierung und Digitalisierung des Fotobestands wurden dem Schweizerischen Institut zur Erhaltung der Fotografie (ISCP) übertragen, und dieses Vorhaben konnte dank der Unterstützung von Memoriav, dem Verein für die Erhaltung des schweizerischen audiovisuellen Kulturerbes, verwirklicht werden.